
In unseren regelmäßigen Sitzungen der Betriebsgruppe beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichsten Themen aus dem Arbeitsalltag der Beschäftigten. Ein Thema hat uns in den vergangenen Wochen und über den Sommer hinweg jedoch besonders intensiv begleitet: die mögliche Nichtteilnahme der Vorstände an den Personalversammlungen.
Personalversammlungen sind kein lästiger Pflichttermin, sie sind der Puls der BVG. Sie sind ein wichtiger Ort des Austauschs zwischen Beschäftigten, Personalrat, Dienststellenleitung und Vorstand. Hier können Fragen, Probleme und Anregungen direkt angesprochen werden. Gleichzeitig bieten sie den Vorständen die Möglichkeit, Entscheidungen zu erläutern, Hintergründe aufzuzeigen und mit den Beschäftigten ins Gespräch zu kommen. Dieser direkte Austausch schafft Transparenz und stärkt das Miteinander.
Doch jetzt steht die Nicht-Teilnahme der Vorstände an diesem wichtigen Format im Raum und das bereitet uns Sorgen. Als Begründung wird angeführt, die Termine seien “zu kurzfristig” abgesprochen. Zu kurzfristig? Aus unserer Sicht ist das ein Vorwand, welcher der Bedeutung einer Personalversammlung nicht gerecht wird. Denn: Personalversammlungen werden nicht mal eben so angesetzt. Sie werden monatelang geplant, Räume gebucht, Themen gesammelt und Gäste eingeladen. Wer hier von “kurzfristig” spricht, ignoriert die Arbeit und das Engagement aller, die diesen Termin möglich machen.
Die BVG sind nicht die Gebäude oder die Fahrzeuge, die BVG sind wir. Die Menschen, die jeden Morgenpünktlich ihren Dienst antreten, die unterwegs sind, wenn andere schon Feierabend haben, und die mit ihrem Einsatz diese Stadt mobil halten. Personalversammlungen sind ein wichtiger Bestandteil einer offenen Unternehmenskultur. Sie bieten die Chance, Anliegen aufzugreifen, Fragen direkt zu beantworten und den persönlichen Austausch zwischen Vorstand und Beschäftigten zu pflegen.
Eine Absage der Vorstände sendet ein fatales Signal:
“Eure Themen sind uns nicht wichtig.”
“Euer Austausch mit uns ist verzichtbar.”
“Wir haben keine Zeit für euch.”
Unsere Forderung ist klar: Die Teilnahme von Vorständen und Führungskräften an Personalversammlungen sehen wir als Verpflichtung an und ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und des Respekts gegenüber den Beschäftigten. Nur im direkten Dialog kann Verständnis füreinander entstehen, Vertrauen wachsen und die gemeinsame Arbeit bei der BVG nachhaltig gestärkt werden.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Stimmen gehört werden.
An alle Kolleginnen und Kollegen: Kommt zur nächsten Personalversammlung!